Aufbau der Haut
Die Haut ist das größte Organ des menschlichen Körpers. Sie ist die Abgrenzung des Körperinneren gegenüber der Außenwelt und hat eine Vielzahl von Aufgaben. Die Haut ist äußerst funktionell aus mehreren Schichten aufgebaut. Ins Auge fällt uns beim Blick in den Spiegel oder beim Anblick anderer Menschen die oberste Schicht der Haut, die Oberhaut. Die weiteren Schichten werden als Lederhaut und Unterhaut bezeichnet.
Oberhaut (Epidermis)
Die Epidermis ist – je nach Lokalisation – zwischen 0,04 mm und 2 mm dick. Aufgebaut ist diese äußere Hautschicht im Wesentlichen aus vier Lagen von Hautzellen (sog. Keratinocyten). Die Zellschichten stellen die unterschiedlichen Reifestadien der Hornsubstanz (Keratin) produzierenden Keratinocyten dar. Die Neubildung der Zellen findet in der untersten Zellschicht – der Basalzellschicht – statt. Während die Keratinocyten reifen, wandern sie durch die Epidermis nach außen. Nach etwa 28 Tagen sind aus den neuen Keratinocyten bereits Hornzellen entstanden, die kontinuierlich durch Schuppung der Haut abgestoßen werden. Die Epidermis erneuert sich somit fortlaufend.
Lederhaut (Dermis)
Die Lederhaut ist ein unterstützendes Gewebe, das der Haut Elastizität verleiht. Es finden sich in ihr Gefäße, Schweißdrüsen, Haarfollikel, Kollagen- und Elastin-Fasern. Sie beherbergt ebenso spezialisierte Zellen wie Makrophagen und Lymphocyten, die zum körpereigenen Abwehrsystem gehören. Die Dicke der Lederhaut variiert zwischen 0,6 mm an den Augenlidern und 3 mm und mehr am Rücken, den Handflächen und Fußsohlen.
Unterhaut (Subcutis)
Die Unterhaut besteht aus losem Bindegewebe und Fett. Die Fettzellen dienen als Energiespeicher und zur Wärmeisolation.
Funktion
Die Haut hat eine Vielzahl von Aufgaben. Neben dem rein mechanischen Schutz sind hervorzuheben:
- Regulierung der Körpertemperatur
- Abwehr von Krankheitserregern
- Sinnesorgan zur Wahrnehmung von Schmerz, Berührung, Hitze und Kälte
- Schutz vor schädlichen Umwelteinflüssen und Austrocknung des Körpers
Störungen der Funktion
Bei der Vielzahl der Aufgaben, welche die Haut tagtäglich zu bewältigen hat, kann es durch die permanenten Einflüsse der Umwelt zu Störungen in der Hautfunktion kommen. So stellen z.B. trockene Luft in klimatisierten Räumen, Sonnenstrahlung oder Autoabgase im Großstadtverkehr besondere Belastungen der Haut dar. Die Funktionsstörungen können sich darin äußern, dass die Haut empfindlicher auf Reize reagiert und sie trocken, spröde oder sogar rissig wird.

