Entstehung trockener Haut
Trockene Haut - Entstehung
Die Ursachen für die Entstehung trockener Haut sind vielfältig. Individuelle Veranlagung, der natürliche Alterungsprozess sowie Umwelteinflüsse wie z.B. trockene Heizungsluft, Winterwetter, übermäßige Sonneneinstrahlung und häufiges Baden oder Duschen können die Haut austrocknen.

Trockene Haut kann zudem ein Symptom von inneren Erkrankungen (z.B. Diabetes mellitus) oder Hauterkrankungen (z.B. Neurodermitis, Schuppenflechte) sein. Bei den Hauterkrankungen sind meist Fehlfunktionen im Aufbau der oberen Hautschicht für die Austrocknung der Haut verantwortlich. Bestimmte Hautfette oder Feuchthaltefaktoren fehlen, was zu einer verminderten Wasserbindung in der Haut führt. Die Haut verliert dadurch mehr Feuchtigkeit und wird durchlässiger für Schad- und Reizstoffe. Die Barrierefunktion der Haut ist beeinträchtigt.
| elektronenmikroskopische Aufnahmen: |
|
![]() |
![]() |
| gesunde Haut |
trockene Haut |
Barrierefunktion der Haut
Die äußere Schicht der Haut, die Hornschicht, besteht aus Hautfetten (Lipiden) und verhornten, toten Hautzellen (Korneocyten). Diese Hautschicht dient als Barriere vor einem übermäßigen Wasserverlust und vor dem Eindringen von schädlichen Substanzen aus der Umwelt. Der Aufbau der Hornschicht wird schematisch als „Backstein und Mörtel-Modell“ beschrieben. Die „Backsteine“ sind die verhornten, toten Hautzellen; die Lipide zwischen den Zellen der „Mörtel“.

Weiterhin sind für die Elastizität der Haut und die Barrierefunktion die natürlichen Feuchthaltefaktoren (engl. natural moisturising factors = NMF) wichtig. Diese Substanzen binden Wasser in der Haut. Dadurch regulieren sie den Feuchtigkeitsgehalt der Hornschicht. Einer dieser natürlichen Feuchthaltefaktoren der Haut ist Harnstoff (Urea). Im Vergleich zu gesunder Haut ist der Gehalt an Harnstoff bei trockener Haut deutlich vermindert:
| Gesunde Haut: | 30 mg/ 2,5 cm² |
| Trockene Haut: | 15 mg/ 2,5 cm² |
| Neurodermitis: | 4 mg/ 2,5 cm² |




